Oldtimerlacke sind oft dünn, mehrfach überarbeitet oder zeigen wertvolle Patina. Eine qualitativ hochwertige Schutzfolie reduziert mechanische Schäden wie Steinschlag und Kratzer und bewahrt gleichzeitig Originalität. Für Besitzer historischer Fahrzeuge geht es nicht allein um Optik, sondern um Werterhalt, risikoarme Nutzung auf Touren und schonende Pflege während langfristiger Restaurationsphasen.

Alte Lackschichten besitzen andere Schichtdicken, Festigkeiten und Reaktionsverhalten als moderne OEM-Lacke. Nitrolacke und frühe Polyurethan-Schichten reagieren empfindlicher auf Lösungsmittel, Temperaturwechsel und Spannung. Patina entsteht durch Oxidation, feine Mikrokratzer und UV-Einfluss. Erhalt der Patina erfordert eine Technik, die Schutz bietet, ohne Kulturmerkmale zu überdecken. Bei Restaurationsstadien ist oft nur partielles Arbeiten möglich, weil Lackuntergründe nicht homogen sind.
Carpoli setzt auf TPU-basierte Schutzfolien mit spezifischer Klebetechnologie und geprüfter Materialverträglichkeit für historische Lacke. Vorteile sind:
Vor der Auswahl sind Folientyp, Dicke und Klebeform entscheidend. Im Folgenden ein Vergleich gängiger Varianten für klassische Fahrzeuge. Die Angaben basieren auf messbaren Parametern und Praxiserfahrungen in Deutschland mit Straßen- und Rallyeeinsatz.
| Typ | Oberfläche | Dicke (µm) | Elastizität (%) | Selbstheilung | UV-Stabilität (Jahre) | Empfohlen für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TPU hochglanz | glänzend | 150–200 | 250 | Ja, bei Wärme | 7–10 | Motorhaube, Kotflügel |
| TPU matt | seidenmatt | 150–200 | 220 | Ja, reduziert glänzende Stellen | 6–9 | ganze Karosserie, originale Optik |
| PU-weich | leicht glänzend | 120–160 | 200 | Eingeschränkt | 4–6 | empfindliche Bereiche, Interieurleisten |
| Dünnfolie transparent | sehr dünn | 80–120 | 180 | Nein | 3–5 | verfeinerte Kanten, Zierleisten |
| Teilgetönt / geschützt | satin oder getönt | 150–200 | 230 | Ja | 6–8 | Showfahrzeuge, Designausprägungen |
Nach dem Einbau bietet Carpoli optionale Versiegelungen zur zusätzlichen UV-Resistenz. Die Klebeschicht ist so formuliert, dass sie sich rückstandslos entfernen lässt, wenn Grundlack und Patina fachgerecht diagnostiziert wurden.
Richtige Vorbereitung entscheidet über Langzeitwirkung. Zunächst erfolgt eine gründliche Reinigung mit pH-neutralen Mitteln und mineralölfreien Lösungsmitteln. Danach werden Lackdefekte dokumentiert und gegebenenfalls konservierend behandelt. Bei fragilen Nitrolacken sind mechanische Schleifarbeiten zu vermeiden; stattdessen wird punktuell konserviert.
Präzisionszuschnitt erfolgt CAD-gestützt anhand von Originalmaßen und 3D-Scans. Dieser Zuschnitt minimiert Überlappungen an Kanten und gewährleistet passgenaue Kantenüberlappung. Die Montage folgt standardisierten Schritten: Ansetzen, Temperaturangleich, Entgasung und sorgfältige Anpressung mit hitzegeführtem Werkzeug. Kantenversiegelung und Kantenschutz sind essenziell, um Unterwanderung durch Schmutz und Feuchtigkeit zu verhindern. Nahtverarbeitung nutzt doppelte Klebefalz an exponierten Stellen.
Langzeitverhalten hängt von UV-Belastung, Pflege und Umwelteinflüssen ab. Hochwertige TPU-Folien bieten Jahre Schutz ohne signifikante Vergilbung. In Praxisfahrten über die Alpen oder bei Rallyes schützt die Folie nachweislich vor Steinschlag. Für beste Ergebnisse empfiehlt sich die Kombination mit keramischen Beschichtungen auf exponierten, nicht überdeckten Bereichen. Solche Beschichtungen erhöhen Wasserabweisung und erleichtern Reinigung, ohne die Folie zu beschädigen.
Entfernung der Folie erfordert kontrollierte Erwärmung und langsame Abnahme in flachem Winkel. Risiko besteht bei stark gealterten Lacken: Abblättern oder Ablösen alter Schichten. Daher empfiehlt Carpoli vor dem Entfernen eine Lackdiagnose mittels Mikroskopie und adhäsionsgesteuertem Test.
Pflege nach Folierung: milde Reinigungsmittel, keine aggressiven Lösungsmittel, regelmäßige Inspektion der Kanten und punktuelle Nachversiegelung. Kleine Beschädigungen heilen bei TPU-Folien thermisch an; dafür genügt moderate Wärme.

Carpoli bietet gestaffelte Garantien je nach Folienklasse und Montageumfang. Prüfungen erfolgen durch dokumentierte Vorher-Nachher-Analysen, adhäsive Prüfstreifen und UV-Belastungstests nach normierten Verfahren. Versicherungsrelevante Aspekte: Viele Versicherer erkennen Schutzfolien als werterhaltende Maßnahme an und gewähren für Fahrzeuge im Alltagsbetrieb günstigere Konditionen. Bei belegter fachgerechter Montage steigt die Nachweisbarkeit des Werterhalts, insbesondere bei seltenen Modellen aus den 1950er bis 1970er Jahren.
Häufige Fehler, die Carpoli vermeidet: unzureichende Lackdiagnose, zu geringe Folienstärke an exponierten Stellen, unsaubere Kantenausrichtung und Verwendung aggressiver Kleber. Referenzprojekte umfassen die konservierende Folierung eines 1967er Porsche 911 und mehrerer restaurierter Mercedes-Modelle aus den 1960er Jahren, die seit fünf Jahren ohne Lackreparatur im Einsatz sind.
Praktische Entscheidungsstütze für Besitzer:
Diese Hinweise ermöglichen eine informierte Auswahl der richtigen Folie und Montageform für historische Fahrzeuge. Carpoli verbindet materialtechnische Kompetenz mit konservatorischem Anspruch, um Schutz und Ästhetik zu vereinen.